BlackBox – Konzeption

BlackBox
Mobile skulpturale Ausstellungsmodule im öffentlichen Raum

Ein Projekt von Roland Kranz †*, Claudia Bohnenstengel,
Angela Hildebrandt, Judith Wenzelmann, Claus Staudt.

 

Konzept: 

„BlackBox“ ist ein mobiles Kunst- und weit gedachtes Ausstellungsprojekt im öffentlichen Raum der Esslinger Weststadt im Rahmen von WestStadtKunst16/17. Das Künstler- und Projektteam versteht sich als Impulsgeber, Beobachter und Unterstützer für Kunstereignisse und kommunikative Prozesse in und ausgehend von den Ausstellungsmodulen. Das Projektteam möchte dabei nicht die ideale Voraussetzung für seine eigenen Vorstellungen schaffen, sondern einen offenen Raum anbieten und kommunikativen Prozessen aussetzen.

Formal ist jede BlackBox minimalistischste Gebäudeform und architektonischer Schutzraum, der einen Innenraum bietet und Ausgangspunkt ist, Kunst sichtbar und erfahrbar zu machen.

Der Raum jeder BlackBox mit ihrem menschlichen Format bietet einem mit ausgebreiteten Armen stehenden Menschen oder zwei nebeneinander Stehenden Platz. In ihrer Gesamtheit sind sie, durch Material-, Form- und Farbwahl, eigenständige und fremde Elemente im Stadtraum.

In Kooperation mit dem BAZ, einem beruflichen Ausbildungszentrum, werden vier Boxen von Herrn Riemann und den Auszubildenden vorgefertigt, vor Ort montiert und aufgestellt. Zusätzliche Boxen können bei Bedarf nachproduziert werden.

 

Phase 1 – Ouvertüre: „Kitsch und Kollera – Claus Staudt“
Seit Juni 2017 steht die erste BlackBox auf dem Kulturpalast-Gelände und verändert sich Strich um Strich.

Der Stuttgarter Künstler Claus Staudt bemalt die BlackBox performativ über die Dauer mehrerer Wochen unter den Blicken von Passanten und Gästen des Tante Gerda Geländes und Kulturpalastes.

Phase 2 – Drei weitere BlackBoxen auf dem Platz vor der IKK:
Die Boxen werden vom Team des BAZ in loser Gruppierung installiert.
Ab Freitag, 4.08.2017, 12 Uhr bis 20.08.2017 sind alle 3 Boxen sichtbar und werden der Öffentlichkeit anvertraut.

Phase 3 – Umzug einer BlackBox auf den Bahnhofplatz:
Am 21.8.2017 „wandert“ eine Box um einige Meter weiter auf den Bahnhofplatz. Der Radius erweitert und öffnet sich Richtung Esslinger Innenstadt.
Vom 22.8. bis 3.9. wird es täglich ab 15:00 Uhr Performance mit Übertragung ins ES geben. Claus Staudt, Angela Hildebrandt und Judith Wenzelmann

Bis 4.09.2017 werden die mobilen Ausstellungsmodule in dieser Konstellation zu sehen sein.

 

Ein Gemeinschaftsprojekt von artgerechte Haltung Bildende Künstler Esslingen e.V. und dem Kulturamt der Stadt Esslingen
Kooperationspartner:
BAZ – Berufliches Ausbildungszentrum Esslingen
Stadtjugendring Esslingen
DAS ES!

Gefördert von:
Bürgerstiftung Esslingen
ZukunftsStiftung Heinz Weiler

 

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Fotostrecke Aufbau einer BlackBox
BlackBox – Standorte und Aktionen

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Claus Staudt
Kitsch und Kollera
Zeichnen in der Box

Unter Kitsch und Kollera zeichnet Claus Staudt ’sein kleines Weltbild‘  in der Blackbox I.

Der Ereignishorizont weitet sich.
In der BlackBox I beim Kulturpalast treffen sich die Widersprüche:
Minimalistisches, Architekturgehabe und illusionistisches Zeichnungsgeprotze,
bedeutungsvolle Leere und volle Bedeutungslosigkeit,
ereignisbetonter Livestream zum ES und ergebnisbetonter Bildraum in der Box,
cartoonhafte Zeichensprache und altmeisterliche Gemäldezitate,
einfaches schwarz-weiß und komplexes Farbspiel,
realistische Zeichnung auf nervig rauem Grobfasergrund im Außenraum,
ein stilles Ereignis umgeben vom lärmenden Alltag.
Zu erleben ist dies alles direkt bei Tante Gerdas Kulturpalast!

Oder indirekt im Foyer vom DAS ES!, am besten von 21.8. – 27.8 nachmittags ab 15 Uhr.

 

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*Roland Kranz ist im Mai 2017 tödlich verunglückt.

 

 

 

 

 

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